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Max-Slevogt-Gymnasium - Qualitätsprogramm 2003 - 2005

(beschlossen auf der Gesamtkonferenz vom 8.Juli 2003)

Inhalt:

1. Vorwort des Schulleiters

2. Der Prozess der Entwicklung des Qualitätsprogramms

3. Maßnahmen zur Verbesserung der Schulqualität

Prioritätenlisten
a. des Kollegiums
b. der Elternschaft
c. der Schülerschaft
d. des Schulleiters

4. Schlussbemerkung

In der Steuerungsgruppe haben mitgearbeitet:

Eltern: Peter Lerch (Elternsprecher), Helga Bensch, Sylvia Strack

Schüler: Martin Matz (Schülersprecher), Andreas Keck, Maximiliane Zangl

Lehrer: Thomas Mylius (Leiter), Anne Mayer, Sybille Romeis, Klaus Koch, Martin Theisinger, Johannes Römer, Hermann Brauner (Schulleiter)

1. Vorwort des Schulleiters

Das Qualitätsprogramm 2003 des Max-Slevogt-Gymnasiums ist ein Teil des Schulprofils und des Schulprogramms, das sich infolge traditioneller Verpflichtung und durch systematische Pädagogische Schulentwicklung herausgebildet hat. Zu diesem Schulprogramm gehören insbesondere:

Ein positives Schulklima: Stärkung der Persönlichkeit

  • Alle am Schulleben Beteiligten gestalten mit ihrem Einsatz und ihren Bemühungen ein Klima der gegenseitigen Achtung und Zusammengehörigkeit.
  • Wir organisieren gemeinschaftsfördernde Schulveranstaltungen: Spielfeste, Konzerte, Theateraufführungen, Sportfeste, Projektwochen, Schulfeste.
  • Wir erziehen zur Verantwortungsbereitschaft, d.h. Pflege der Kultur von Schul- und Ehrenämtern, Entwicklung von Helfersystemen im Rahmen des eigenverantwortlichen Lernens; Übertragung der Leitung von Arbeitsgemeinschaften, Übernahme von Patenschaften, Beteiligung an caritativen Aktionen, Stärkung von Eigeninitiativen, eigenverantwortliche Erstellung und Durchsetzung von Regeln für das Zusammenleben, Respektierung übergreifender vorgegebener Ordnungen im demokratischen Staat.
  • Wir unterstützen eine positive Persönlichkeitsentwicklung durch Angebote der Begabungsförderung, das Ermöglichen von Erfolgserlebnissen – auch außerhalb des Pflichtunterrichts, durch längerfristige Auslandsaufenthalte, Trainingsprogramme des Eigenverantwortlichen Lernens, Übertragung selbstverantwortlicher Aufgaben und vermitteln so eine positive Lebenseinstellung.
  • Wir klären über Suchtgefahren auf (Präventionskonzept „Gegen Drogenmissbrauch“), und bemühen uns um die Entwicklung von Toleranz und Gemeinsinn (Präventionskonzept „Gegen Gewalt – für Partnerschaft“).
  • Wir pflegen eine intensive Zusammenarbeit mit den Institutionen der Eltern- und Schülervertretung.
  • Eltern und Schüler engagieren sich, um das Schulleben mitzugestalten.Eltern helfen bei Schulfesten, bei Projektwochen oder im Förderkreis. Jährlich veranstalten sie einen Schulbuchbasar. Schüler organisieren sportliche Turniere, leiten Arbeitsgemeinschaften oder stellen Paten zur Betreuung von Klassen.

Die systematische Förderung von Begabungen

  • Wir betreiben eine systematische Begabungsförderung durch ein attraktives Angebot an Arbeitsgemeinschaften im musischen, naturwissenschaftlichen, sprachlichen und sportlichen Bereich, durch das Angebot besonderer Bildungsgänge, das Angebot besonderer Leistungskurse in der Oberstufe, durch die Teilnahme an innerschulischen sowie an überregionalen Wettbewerben, durch Kooperation zwischen Schule und Vereinen sowie zwischen Schule und Instrumentallehrkräften.
  • Wir bieten Trainingsprogramme zur Förderung von allgemeinen Schlüsselqualifikationen, wie Methodenkompetenz, Teamfähigkeit, Kommunikationsvermögen etc.
  • Wir führen ein Trainingsprogramm zu Beginn und während der Orientierungsstufe zur besseren Bewältigung des Übergangs von der Grundschule zur weiterführenden Schule durch.
  • Wir bieten als besonderen Bildungsgang zur Förderung sprachlicher Begabung und der Eröffnung besonderer Chancen in Studium und Beruf eine Ausbildung im bilingualen deutsch-französischen Zweig und in der Sektion ABIBAC an.
  • Wir pflegen eine intensive Erziehungs- und Schullaufbahnberatung und die Kooperation mit dem Schulpsychologischen Dienst.

Die Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität

  • Wir arbeiten mit einer starken Gruppe von Lehrkräften daran, das Methodenrepertoire für die Gestaltung effektiven und abwechslungsreichen Unterrichts zu ergänzen.
  • Wir können eine Innovationsgruppe vorweisen, die sich einer systematischen zweijährigen Fortbildung unterzog mit dem Ziel, den Unterrichtserfolg durch Methoden des eigenverantwortlichen Lernens zu steigern.
  • Wir machen die Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität zum Thema schulinterner Fortbildungstage, an denen das Gesamtkollegium mitwirkt. Im letzten Jahr lautete das Thema: „Was ist guter Unterricht? Was ist gute Schule?“
  • Wir bilden Lehrerteams in einzelnen Klassenstufen, die in ihren Klassen methodisch konzertiert unterrichten, um Schlüsselqualifikationen nachhaltig zu vermitteln.
  • Wir sichten die Fortbildungsangebote der Fortbildungsinstitute und entsenden Lehrkräfte gezielt zu Veranstaltungen, die vorwiegend der Erweiterung des Methodenrepertoires dienen.
  • Wir bieten Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, bei Trainingsprogrammen zu hospitieren, um Anregungen in die eigene Unterrichtsgestaltung einzubringen.
  • Wir setzen im Unterricht moderne Medien ein, die von der technischen Assistentin verwaltet und betreut werden. Jeder Saal verfügt über einen Overheadprojektor, jeder Lehrer kann Lap-top und Multimediaprojektor im Klassenzimmer einsetzen und vom Klassenzimmer aus ins Internet zugreifen.
  • Wir stellen kontrolliert kostenlose Internetzugänge zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler nutzen Möglichkeiten in Computerraum (15), in der Bibliothek (5), im CDI (5); die Lehrkräfte zusätzlich im Lehrerarbeitsraum (2).
  • Wir stellen für die Fremdsprachen und für die bilinguale Ausbildung einen eigenen Fachraum mit speziellen Materialien bereit (CDI- Centre de documentation et d’information).
  • Wir reduzieren temporären Unterrichtsausfall durch Einsatz von Vertretungslehrkräften, die aus finanziellen Mitteln des PES-Projektes bezahlt werden.

Die Öffnung der Schule nach außen. Vorbereitung auf Studium und Beruf

  • Wir helfen über Schulfahrten und Schülerbegegnungen mit Partnerschulen im In- und Ausland (Dresden, Nevers (F), Aix-Luynes (F), Haguenau (F), Lincoln (E), Warminster (USA), Dijon (F) ) völkerverbindende Freundschaften und Toleranz zu pflegen und den eigenen Horizont zu erweitern.
  • Wir unterstützen den längerfristigen Aufenthalt an Partnerschulen im Ausland, um Sprachkompetenz und Selbstständigkeit zu fördern.
  • Wir ermöglichen die Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen zur Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf Studium und Beruf (Projekt SCHUB – Schule, Universität, Beruf) z.B. mit Betriebserkundungen, Betriebspraktika, Universitätstagen, Vorträgen von Unternehmern, Professoren etc.
  • Wir knüpfen Kontakte zur Universität Landau, um pädagogische Erfahrungen auszutauschen und um geeignete Lehramsstudierende für PES-Vertretungen zu gewinnen.
  • Wir laden Vertreter aus Justiz und Verkehrsbehörden ein, die Alltagsprobleme aus rechtlicher Sicht beleuchten und rechtsstaatliches Verhalten erläutern.
  • Wir kooperieren mit Vereinen und Sportvereinen, deren Übungsleiter unsere Begabungsförderung unterstützen.
  • Wir arbeiten mit der „Vereinigung der Ehemaligen“ zur Pflege der Verbindung zu den Absolventen der Schule zusammen und organisieren gemeinsam regelmäßige Jubiläumstreffen.

Der kontinuierliche Prozess der pädagogischen Schulentwicklung

  • Wir planen und entwickeln das Schulprogramm sowie das pädagogische Konzept der Schule kontinuierlich weiter durch den Einsatz von Steuerungsgruppen.
  • Das Kollegium bildet sich systematisch zu aktuellen pädagogischen Themen und zu Fragen moderner Unterrichtsgestaltung fort.
  • Wir entwickeln ständig die Effizienz innerschulischer Organisationsstrukturen weiter durch frühzeitige Terminplanung, durch Teambildung, durch Bereitstellung und Verwendung moderner technischer Ausstattung sowie durch Einsatz der Technischen Assistentin.
  • Wir ergreifen schulinterne Maßnahmen zur Verbesserung der Unterrichtsdeckung mit Hilfe eines selbstverwalteten Etats zur befristeten Anstellung von Lehrkräften (Projekt PES).
  • Wir kooperieren mit dem „Freundes- und Förderkreis des MSG“, um die schulische Ausstattung zu verbessern, das schulische Angebot zu ergänzen und besonderere pädagogische Aktivitäten und Schulveranstaltungen zu fördern.

Eine erfolgreiche Umsetzung der Ziele und Vorgaben des Schulprogramms kann nur gelingen, wenn zwischen Lehrenden und Lernenden ein positives pädagogisches Verhältnis aufgebaut und gepflegt wird. Drei Leitlinien haben sich m.E. in der Vergangenheit bewährt, dieses positive pädagogische Verhältnis zu beschreiben und zu gestalten. Daher möchte ich sie auch den folgenden Schuljahren voranstellen. Sie lauten:

„Erziehung ist Vorbild und Liebe“ (Fröbel)

„Die Sachen klären und die Menschen stärken“ (von Hentig)

„Wer Leistung will, muss Lernen fördern“ (Herz)

Das „Qualitätsprogramm 2003“ dient der weiteren Schärfung des Schulprofils unserer Schule, der Effizienzsteigerung der pädagogischen Arbeit, der Verbesserung des Bildungserfolges sowie der Weiterentwicklung des positiven Schulklimas. Bei der Erstellung dieses Qualitätsprogramms wurden sowohl die Vorgaben des MBFJ, als auch die Ergebnisse einer von der Steuerungsgruppe durchgeführten nichtstandardisierten, informativen Befragung von Schülern, Eltern und Lehrern berücksichtigt, die auf einem Studientag ausgewertet wurden. Vorstellungen der Schulleitung zur Verbesserung des schulischen Zusammenlebens und der Umsetzung des Erziehungsauftrags werden ebenfalls eingebracht.

2. Der Prozess der Entwicklung des Qualitätsprogramms am MSG

Qualitätsmanagement und die Erarbeitung eines Qualitätsprogramms sind Teil des Schulprofils und der Pädagogischen Schulentwicklung des Max-Slevogt-Gymnasiums und somit eingebunden in schon vorhandene Strukturen der Kooperation, der Teamentwicklung, der schulinternen Fortbildung, der Jahresarbeitsplanung usw.

Der Weg als Teil des Ziels

Die Grundleitlinie beim Erstellen des Programms war für uns, den Prozess des Zustandekommens des Textes als Qualitätsfaktor des Schulbetriebs zu begreifen und zu realisieren. Unabdingbar war es daher gewesen, alle relevanten am Schulgeschehen beteiligten Gruppen schon in der Entstehungsphase des Programms zusammenzuführen: die Eltern, die Schüler, das Kollegium und die Schulleitung. Dies geschah über die am MSG etablierte Steuerungsgruppe. Sie ist der Motor, der den Prozess der Entwicklung initiiert hat und bis heute weiter vorantreibt. Gleichzeitig haben wir darauf geachtet, dass innerhalb der Teilgruppen Zeit und Raum für die Organisation von Teamprozessen gegeben wurde und somit Aussagen und Beiträge zum Programm nicht die Meinung Einzelner waren, sondern möglichst das Ergebnis interner Diskussionsprozesse.

Die Steuerungsgruppe hat im Frühjahr 2003 einen Zeit- und Arbeitsplan für das Restschuljahr entwickelt. Dieser Plan wurde in einer Gesamtkonferenz und im Schulelternbeirat vorgestellt. Wesentliches Element dieses Plans war die Verzahnung von Vorbereitung, Erarbeitung und Verabschiedung eines konkreten Maßnahmenpakets zur Verbesserung der Schulprozesse.

Eine Umfrage als Basis der IST-Analyse

Eine entscheidende Voraussetzung für ein Maßnahmenpaket, das die Schule tatsächlich voranbringt, ist die Form der Erhebung des Ist-Zustandes, aus dem das weitere Vorgehen abzuleiten ist. Die Steuerungsgruppe hat sich schließlich für folgenden Weg entschieden, der zwei Schwierigkeiten bei der Feststellung des Ist-Zustands an einer Schule zu berücksichtigen versucht:

  1. Das Schulgeschehen ist ein so komplexer Vorgang, dass eine Gruppe (z.B. die Lehrer oder gar die Schulleitung) allein nicht in der Lage ist, eine annähernd realistische Einschätzung zu entwickeln. Konsequenz: Sowohl Lehrer, Eltern als auch Schüler müssen in die Erhebung des IST-Zustandes miteinbezogen werden
  2. Lehrer, Eltern und Schüler sind in der Regel keine professionellen Entwickler von Fragebögen. Macht man aber keine Umfrage, so ist der Subjektivität noch eher Tür und Tor geöffnet als durch eine „unwissenschaftliche“ Umfrage. Konsequenz: Wir konzipierten eine Umfrage, die ausdrücklich nicht den Anspruch auf Professionalität erhebt, sondern als grobe Orientierung bei der späteren Entwicklung konkreter Maßnahmen dienen sollte.

Unter diesen Prämissen entstanden getrennte Fragebögen für Lehrer, Eltern und Schüler, wobei jede dieser Gruppen zunächst intern einen Fragekatalog entwickelte, der dann in der Steuerungsgruppe vorgestellt, diskutiert und abgestimmt wurde. Die Umfrage selbst fand in der Woche vor Ostern statt.

Ein Studientag für die Erarbeitung einer Prioritätenliste der Lehrerschaft

Für den Studientag im Mai 2003 (ein Nachmittag und ein ganzer Tag), zu dem auch die Vertreter der Eltern- und Schülerschaft als Gäste eingeladen waren, wurde das erhobene Datenmaterial von der Steuerungsgruppe vorstrukturiert, in anschauliche Graphiken übertragen und einzelnen Punkten des „Ahnen-Papiers“ zugeordnet.

Alle anwesenden Teilnehmer sind nach dem Zufallsprinzip einer von neun Arbeitsgruppen zugeteilt worden, die als Arbeitsthema einen Gesichtspunkt des „Ahnen-Papiers“ bearbeiteten. (Während des Studientags entstand spontan noch eine zehnte Gruppe).

Die Teilnehmer hatten in Teamarbeit folgende Aufträge zu erledigen:

  1. Umsetzung des ihnen vorliegenden Datenmaterialteils aus der Umfrage in einen prägnanten Text (= Formulierung des Ist-Zustands bezogen auf das Arbeitsthema der Gruppe).
  2. Entwicklung konkreter Maßnahmen, die sich aus ihrem Teil der IST-Analyse ableiten lassen. Der Aufbau des Maßnahmenkatalogs war vorgegeben: Er hatte mindestens die Dauer der Maßnahme, das Kontrollinstrument für den Erfolg und die Verantwortlichkeit für die Durchführung zu enthalten.
  3. Die Gruppen mussten ihren Maßnahmenkatalog nach Priorität / Wichtigkeit der Umsetzung ordnen.
  4. Die Gruppen bereiteten eine Präsentation von drei ihrer Maßnahmen mit der höchsten Priorität vor.

Die sich anschließende Plenumsitzung hatte folgende Funktionen:

  1. Zusammenführung aller Teilergebnisse (Präsentation)
  2. Aussprache
  3. Erneute Prioritätenbildung der im Plenum vorgestellten Maßnahmen der Arbeitsgruppen (Punktabfrage, jeder Teilnehmer konnte drei Klebepunkte vergeben)

Der Studientag hat in unseren Augen in Hinsicht auf die Qualitätsentwicklung folgende Aufgaben erfüllt: Alle am Schulleben beteiligte Gruppen waren in die Vorbereitung eingebunden, das Kollegium hat Maßnahmen in Teams arbeitsteilig entwickelt, der abschließende Abstimmungsprozess hat die Menge der Maßnahmen auf überschaubare fünf Aktionsfelder reduziert und für jedes Aktionsfeld sind die Inhalte, Instrumente und Zuständigkeiten geklärt.

Die Berücksichtigung der Prioritätenlisten der schulrelevanten Gruppen

Der Studientag des Kollegiums hat zwar de facto eine Leitfunktion bei der Bestimmung der zu ergreifenden Maßnahmen, den Schülern, den Eltern und der Schulleitung muss jedoch selbstverständlich zugestanden werden, eigene Prioritäten zu formulieren und im Programm zu dokumentieren. Nur so kann ein alle Seiten zufriedenstellendes Schul-Qualitätsprogramm gelingen und erfolgreich Wirksamkeit entfalten. Der Prozess der Entwicklung des Qualitätsprogramms am MSG hat im Übrigen dazu geführt, dass sich die Maßnahmen-Listen der schulrelevanten Gruppen nicht unversöhnlich gegenüberstehen, sondern eher ergänzen, sich sogar teilweise decken.

Qualitätsprogramm und Öffentlichkeit

Das Qualitätsprogramm sehen wir als ein Dokument an, aus dem Schulexterne ersehen können (und sollen), welche Aktionsfelder die Schule in den Schuljahren 2003/04 und 2004/05 so bearbeiten will, dass die geplanten Maßnahmen auf ihren Erfolg hin evaluierbar werden. Der Prozess setzt –wie schon erläutert- ein gezieltes Einwirken auf viele Bereiche des Schullebens voraus, wobei entsprechend sensible Dokumente, Analysedaten und konkrete personelle Entscheidungen anfallen. Diese Materialien und Informationen verbleiben im internen Bereich der Schule und sind bewusst nicht Teil dieses auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglichen Qualitätsprogramms.

3. Maßnahmen zur Verbesserung der Schulqualität

  1. Prioritäten des Kollegiums
    1. Synchronisation / Terminplan
      Sonderveranstaltungen (Praktikum MSS 11, EVA – Projekte, Studienfahrten MSS 12 u.s.w. ) sollten möglichst zeitgleich stattfinden, um veranstaltungsfreie Wochen im Schuljahresplan definieren zu können.
      • Maßnahmen:
        Übersichtliche optische Präsentation des Terminplanes im Lehrerzimmer
        Definition von Zeitphasen mit unterschiedlicher Priorität für die Aufnahme von Terminen
        Definition klarer Zuständigkeiten und Abläufe bei der Aufnahme von Terminen in den Plan
        Verantwortlichkeit: Schulleitung Zeitrahmen: 1 Jahr
    2. Fachbereichsstunde
      Eine in regelmäßigen Zeitabständen stattfindende Fachbereichsstunde (keine zusätzliche Stunde) soll die fachinterne Zusammenarbeit des Kollegiums nachhaltig verbessern.
      • Maßnahmen:
        Eine Fachbereichsstunde pro Halbjahr ( Protokoll )
        Verantwortlichkeit: Fachbereiche Zeitrahmen: 2 Jahre
    3. Was erwarten wir von den Eltern ? ( Merkblatt )
      Den Eltern von Schülerinnen und Schülern, die an das MSG wechseln, soll ein Merkblatt mit den wesentlichen Erwartungen an Eltern und Schüler an die Hand gegeben werden.
      • Maßnahmen:
        Merkblatt erstellen in Absprache mit der Elternschaft
        Verantwortlichkeit: Schulleitung, Kollegium und Schulelternbeirat
        Zeitrahmen: 2 Jahre
    4. Leistungsfeststellung / Vergleichbarkeit der Anforderungen
      Die Transparenz der Notengebung und die Vergleichbarkeit der Anforderungen sollen verbessert werden.
      • Maßnahmen:
        Fachbereichskonferenz/en zum Thema (Protokoll)
        Vereinbarungen zur Anwendung von Bewertungsmaßstäben und Vergleichbarkeit der Anforderungen
        Verantwortlichkeit: Fachbereiche Zeitrahmen: 3 Jahre
    5. Mediation
      Die Einrichtung eines Programms der Streitschlichtung stellt eine Ergänzung unseres schulischen Präventionskonzeptes „Gegen Gewalt – für Partnerschaft“ dar. Die Ausbildung von Schülerinnen und Schülern zu Streitschlichtern soll auch als Förderung besonderer sozialer Begabung sowie des Kommunikationsvermögens angesehen werden. Der Einsatz als Streitschlichter dient gleichzeitig der Erziehung zur Verantwortung und stärkt die Entwicklung des Charakters und der Persönlichkeit.
      • Maßnahmen:
        Klärung von Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte als Ausbilder für Streitschlichtung
        Klärung von Finanzierungsmöglichkeiten für die Zusammenarbeit mit privaten Institutionen, die Mediationsprogramme für Schüler und Lehrer anbieten.
        Ausbildung von betreuenden Lehrkräften und einer Schülergruppe von Streitschlichtern.
        Einsatz von Schülern als Streitschlichter.
        Verantwortlichkeit: Schulleitungsteam und andere Zeitrahmen: 3 Jahre
  2. Prioritäten der Elternschaft
    1. Förderung von Schülern
      Die systematische Förderung leistungsstärkerer und leistungsschwächerer Schüler kann verbessert werden.
      • Maßnahmen:
        Anspruchsvolle Sonderaufgaben zum verpflichtenden Grundprogramm des Unterrichts
        Leistungsdifferenzierte Arbeitsgemeinschaften für besonders förderungswürdige Schülergruppen
        Installierung eines Nachhilfesystems
        Tutoren innerhalb von Klassen
        Differenzierte Unterrichtsformen wie Workshops, Teamteaching etc.
        Verantwortlichkeit: Fachlehrer, Fachbereichsleitung, Schülervertretung, Schulleitung,
        Zeitrahmen: 2 Jahre
    2. Verbesserung der Zusammenarbeit Schule – Eltern
      Kommunikationsfördernde Maßnahmen helfen die Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Eltern zu verbessern.
      • Maßnahmen:
        Rückmeldezettel, um Terminprobleme bei Elternsprechtagen zu erklären und Alternativen zu bieten
        Kurze, schriftliche Mitteilungen von Seiten der Lehrer, wenn sich im Verhalten oder in den Leistungen des Schülers deutliche Verschlechterungen zeigen oder wenn gezielt geübt werden soll. Dies könnte in Form eines Eintrags in ein von den Eltern abzuzeichnenden Hausaufgabenheftes geschehen.
        Verantwortlichkeit: Schulleitung, Fachlehrer, Eltern Zeitrahmen: 2 Jahre
    3. Verbesserung des Umgangs der Schüler miteinander
      Gerade die Schule bietet sich an, um sozialverträgliches Miteinander zu erlernen und einzuüben.
      • Maßnahmen:
        Konflikte durch geschulte Mediatoren schlichten.
        Konflikten auf dem Schulhof durch eine Verbesserung der Pausenaufsicht vorbeugen
        Über gemeinsame Aktivitäten und Förderung der Ämterkultur die Klassengemeinschaft stärken.
        Verantwortlichkeit: Schulleitung, Pausenaufsichten, Klassenleitung
        Zeitrahmen: 3 Jahre
  3. Prioritäten der Schülerinnen und Schüler
    1. Förderung der Klassengemeinschaft und der Verantwortlichkeiten
      • Maßnahmen:
        Ausbau der Ämterkultur innerhalb der Klassen
        Sportfeste mit Mannschaften, die aus verschiedenen Klassen bestehen
        Gemeinsame Ausflüge verschiedener Klassen
        Verantwortlichkeit: Klassenleiter, Schulleitung, Schülervertretung Zeitrahmen: 2 Jahre
    2. 2. Leistungsstandards/ Transparenz schulischer Anforderungen
      • Maßnahmen:
        Erstellung eines Katalogs von Standards für das Arbeiten in der Oberstufe, die den Eltern zugänglich gemacht werden
        Verantwortlichkeit: Fachbereiche, Schülervertretung
        Zeitrahmen: 2 Jahre
    3. 3. Förderung leistungsschwächerer und leistungsstärkerer Schüler
      • Maßnahmen:
        Nach Möglichkeit anspruchsvolle Sonderaufgaben in Ergänzung zum verpflichtenden Grundprogramm des Unterrichts
        Nachhilfesystem (Schüler helfen Schülern, Förder-AG`s, Schüler-AG´s)
        Verantwortlichkeit: Fachbereiche, Fachlehrer, Schülervertretung Zeitrahmen: 2 Jahre
  4. Priorität des Schulleiters

Intensivierung der Zusammenarbeit mit Grundschulen
Die Grundschulen signalisieren ein Interesse an Rückmeldungen insbesondere der Gymnasien über die Entwicklung des Lernverhaltens und des Lernerfolges der von ihnen empfohlenen oder nicht empfohlenen Schülern, z.B. als Regulativ für die Prognosesicherheit der Empfehlungen oder um die Elternberatung wirkungsvoller gestalten zu können.
An unserer Schule besteht erhöhtes Interesse zu erfahren, welche Fähigkeiten und Kenntnisse bei Grundschülern auf didaktischer und methodischer Ebene heutzutage vorausgesetzt werden können und welche Unterrichtsformen und –methoden in der Grundschule besonders erfolgreich angewendet werden.
Im Gegenzug sollte auch Grundschullehrern ermöglicht werden, an unserer Schule in konkreten Situationen Einblick zu nehmen, welche Anforderungen gestellt werden.
Insgesamt ist es unser Ziel

    1. die Grundschüler noch besser dort abholen zu können wo sie didaktisch und methodisch stehen,
    2. den Grundschülern, indirekt auch den Eltern der Grundschüler, das besondere Bildungsangebot und das pädagogische Konzept unserer Schule nachhaltiger zu verdeutlichen.

Maßnahmen:
Einladung an die Grundschulen, Rückmeldungen über das Lernverhalten und den Lernerfolg anzufordern. Beantwortung dieser Fragen in Einklang mit den Datenschutzvorschriften.
Gestaltung eines „Informationstages“ für Grundschullehrer am MSG
Bildung von Hospitationsteams an unserer Schule, die gezielt mit Grundschulen Kontakt aufnehmen und Hospitationen organisieren.
Verantwortlichkeit: Schulleitung, Leitung der Orientierungsstufe
Zeitrahmen: 3 Jahre

4. Schlussbemerkung

Abschließend möchten wir betonen, dass nach unserer Meinung die Umsetzung der oben genannten Prioritäten und damit die Verwirklichung schulischer Qualitätssteigerung entscheidend davon abhängt, dass eine Verbesserung der äußeren Rahmenbedingungen für die schulische Arbeit stattfindet, das heißt, dass z.B.

  • Maßnahmen zur Arbeitsentlastung
  • kleinere Lerngruppen
  • bessere Lehrerversorgung
  • pädagogisches Hilfspersonal
  • Verstärkung des schulpsychologischen Dienstes
  • Unterstützung der positiven Reputation des Lehrerberufes

notwendig sind. Wir erwarten, dass die Landesregierung offen ist für eine Überarbeitung jener schulpolitischen Rahmensetzungen der letzten Jahre, die sich als kontraproduktiv im Sinne einer Qualitätssteigerung erwiesen haben.

Dieses Qualitätsprogramm wurde in der Gesamtkonferenz vom 8. Juli 2003 verabschiedet.
Es wird vom Kollegium, der Elternvertretung, der Schülervertretung und der Schulleitung getragen.

Für das Kollegium Jochen Forcher, Vorsitzender des Personalrates

Für die Elternvertretung Peter Lerch, Schulelternsprecher

Für die Schülervertretung Martin Matz, Schülersprecher

Für die Schulleitung Hermann Brauner, Schulleiter

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