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27.07.16

Wir fliegen mit

Flugroute von Felix

Im Juni 2015 wurde das Besenderungsprojekt, an dem wir (die Klasse 6a) teilnahmen, gestartet.
Insgesamt 26 Störche wurden besendert, d. h. sie bekamen Satelliten-Sender auf den Rücken und über eine kostenlose App „animaltracker“ konnten wir die Flugrouten bis nach Afrika verfolgen. Unsere Klasse beobachtete 11 dieser 26 Störche. Jeden Abend um 20:00 Uhr wurden die Standortdaten der Störche aktualisiert und wir konnten die Flugrouten einsehen. Von unseren 11 Störchen hat nur Felix überlebt. Er flog bis in die Nähe von Sidi Bennour in Marokko und hält sich im Moment wieder südlich von Sevilla in Spanien auf.

Beim Storchenfest am 10.7.2016 in Bornheim hat unsere Klasse ihre Beobachtungen in einer Ausstellung vorgestellt.

Lilly, Mia und Cosima

 

Hier der Artikel aus der "Rheinpfalz":

Über allem thront der Storch

Bornheim: „Aktion Pfalzstorch“ feiert Fest zu Ehren des Vogels – Verein beklagt Verluste bei Nachwuchs

Das Storchenfest der „Aktion Pfalzstorch“ war am Sonntag wieder sehr gut besucht. Neben einem bunten Unterhaltungsprogramm bot sich den Besuchern die Gelegenheit, mit pfälzischen Nestbetreuern und Beringern direkt ins Gespräch zu kommen und so aus erster Hand alles über den wieder angesiedelten Weißstorch zu erfahren.

Das Storchenfest begann eine Stunde nach dem Start des „Roll- und Schlappdaches“ des Vereins Südliche Weinstraße der Verbandsgemeinde Offenbach bei herrlichem Sommerwetter vor dem Bornheimer Dorfgemeinschaftshaus, unter den Klängen der Jagdhornbläsergruppe.Die Freude über die gute Resonanz des Festes stand dem zweiten Vorsitzenden der „Aktion Pfalzstorch“, Norbert Arent aus Venningen, bei seiner Begrüßung ins Gesicht geschrieben. Er ging auch auf das Brutergebnis in diesem Jahr ein. Bedingt durch das schlechte, nasskalte Wetter mussten beim Brutergebnis große Verluste hingenommen werden. Nahezu die Hälfte des Storchennachwuchses ist gestorben. Dennoch brauche niemand Angst zu haben, dass die Weißstörche aussterben.

Die überlebenden Jungstörche werden am Sonntag, 24. Juli, auf der Kollerinsel bei Otterstadt am Rhein ausgewildert.

In seinem Grußwort würdigte der Bornheimer Ortsbürgermeister, Karl Keilen, die vorbildliche Arbeit der „Aktion Pfalzstorch“. Die Aktionsgemeinschaft leiste einen wichtigen Beitrag zur Aufwertung des örtlichen Tourismus.

Später bestand die Möglichkeit zu einer fachkundigen Führung durch die Storchenscheune mit dem Experten Christian Reis. In dieser ausgebauten Scheune werden verletzte Störche aus der gesamten Region behandelt, bis sie wieder flugfähig sind und ausgewildert werden können.

Auch in diesem Jahr haben wieder alle Bornheimer Störche einen Paten gefunden. Zum ersten Mal erhielten auch die in diesem Jahr einzuschulenden Kinder Patenschaftsurkunden als Geschenk von einer Versicherungsagentur.

Ein weiterer Programmpunkt war die Führung zu den Nestern der „wilden Störche Bornheims“, unter der Leitung der Biologin und Leiterin des Storchenzentrums, Christiane Hilsendegen aus Ottersheim und dem Beringungsfachmann Christian Reis.

Schüler des Max-Slevogt-Gymnasiums und des Otto-Hahn-Gymnasiums Landau, zeigten zudem in einer beeindruckenden Ausstellung unter dem Titel „Wir fliegen“, Wissenswertes und Interessantes über die Flugrouten der Störche.

Leiterin Hilsendegen stellte am Ende des Festes das Besenderungsprojekt vor. Bei diesem Projekt, bei dem die Aktionsgemeinschaft mit der Vogelwarte Radolfzell zusammenarbeitet, geht es um die Nachvollziehbarkeit der Flugrouten der Störche auf ihrem Weg nach Süden.

24 Störche wurden mit Sendern ausgerüstet. Über GPS-Daten geben die Vögel Auskunft, wo die ergiebigsten Nahrungsgründe sind und in welchen Gegenden sich Nistmöglichkeiten befinden. Für dieses kostspielige Projekt bat die „Aktion Pfalzstorch“ auch in diesem Jahr wieder um Spenden zum Kauf von weiteren Sendern.

Über den ganzen Festtag gab es für die Kinder im Dorfgemeinschaftshaus einen Bastelwettbewerb, bei dem sie sich ein Andenken an das Storchenfest 2016 basteln konnten.

Auch das System der Queichwiesenbewässerung war Thema an diesem Sonntag. Interessierte konnten sich bei Edmund Richter im Storchenzentrum darüber informieren. tr

Quelle: Die Rheinpfalz - Pfälzer Tageblatt - Nr. 160, Dienstag, den 12. Juli 2016


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